Das Literatur-Festival, getragen von drei Hotels mit starken Partnern aus der Region 06455 759040 Anfragen
Unsere Partner
Tickets

Wir trauen um Mario Adorf, unseren großen Freund

"Ein großartiger Künstler und ein wunderbarer Mensch"

 

 

 

Mario Adorf

 

09.April 2026

 

Mario Adorf war elf Jahre lang Schirmherr des „Literarischen Frühlings“ – Christiane Kohl: „Er hat sich bei uns sehr wohl gefühlt“  

 

Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer haben die Veranstalter des „Literarischen Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“ auf die Nachricht vom Tod des legendären Schauspielers Mario Adorf reagiert, der elf Jahre lang der Schirmherr des nordhessischen Festivals war. „Wir verlieren einen Förderer und einen Freund, der uns für  immer unvergesslich bleiben wird“, erklärte die Journalistin und Autorin Christiane Kohl als Leiterin des Festivals. „Mario Adorf hat nicht nur mit seinen Auftritten unser Programm enorm bereichert, sondern er hat uns und alle Gäste auch am Rande der Veranstaltungen immer wieder mit seiner Menschenfreundlichkeit, seinem Charme und seiner verschmitzten Offenheit bezaubert. Es hat ihm hier bei uns im Waldeck-Frankenberger Land gut gefallen, und er ist immer wieder gerne mit seiner Frau Monique hierhergekommen.“

 

Der letzte große Auftritt des Film- und Fernsehstars beim Festival war vor drei Jahren im Philipp-Soldan-Forum in Frankenberg die Übergabe der Schirmherrschaft des „Literarischen Frühlings“ an seine Schauspielkollegin Iris Berben. Beide Künstler sprachen dort in zwangloser Atmosphäre mit dem Moderator Hubertus Meyer-Burckhardt über die Verfilmung literarischer Werke und über die Rollen, die sie beide in solchen Projekten gespielt hatten. Zuvor schon hatte Adorf fast jedes Jahr an dem Festival teilgenommen und dabei eigene Bücher oder Filme vorgestellt. Die  Schirmherrschaft hatte er bei der Gründung des „Literarischen Frühlings“ 1992 gemeinsam mit dem bekannten Schriftsteller Friedrich Christian Delius übernommen und bis 2023 ausgeübt. Delius war in Korbach aufgewachsen und ist am 30. Mai 2022 in Berlin im Alter von 79 Jahren gestorben. Inzwischen liegt die Schirmherrschaft in der Hand von Iris Berben  und Stephan Thome.

 

Mario Adorf wurde 95 Jahre alt und lebte zuletzt in Paris und St. Tropez. Mit seiner Frau Monique, einer Französin, die er einst als Freundin von Brigitte Bardot kennen gelernt hatte, hatte der Schauspieler zuvor viele Jahre in Rom verbracht. Dort waren in den 1990er Jahren  Christiane Kohl und ihr Mann Klaus Brill, die damals beide als Korrespondenten des „Spiegel“ beziehungsweise der Süddeutschen Zeitung in der italienischen Hauptstadt tätig waren, über eine gemeinsame Freundin mit Mario Adorf und seiner Frau bekannt geworden. Später ergab sich daraus die Zusammenarbeit beim „Literarischen Frühling“.

 

Bei seinen Aufenthalten im Waldeck-Frankenberger Land zeigte Mario Adorf stets großes Interesse an den Sehenswürdigkeiten der Region. Er besuchte beispielsweise mit seinen Gastgebern unter anderem das Kloster Haina, die Synagoge Vöhl, das Thonet-Museum in Frankenberg, Schloss Friedrichstein in Bad Wildungen und das Barockschloss in Bad Arolsen, wo er von der fürstlichen Familie zum Mittagessen eingeladen wurde. Unvergessen bleibt auch ein Bummel von Mario und Monique Adorf über den Landfrauenmarkt am Samstag in Frankenberg, wo die beiden mit großer Freundlichkeit empfangen wurden und an den Marktständen Marmelade und Käse erstanden. „Mario Adorf war keiner, der die sogenannte Provinz von oben herab betrachtete, sondern er war ja selber in einem kleinen Städtchen, Mayen in der Eifel, aufgewachsen“, erklärte Christiane Kohl. „Das hat er nie vergessen, und er hat auch gelegentlich davon erzählt.“ Niemals habe der bekannte Schauspieler im Umgang mit seinen zahlreichen Fans irgendeine Art von Star-Allüren an den Tag gelegt. Wenn er beim Festival Bücher signierte, dann seien die Schlangen immer sehr lang gewesen.

 

„Wir verdanken Mario Adorf als dem Schirmherrn des Literarischen Frühlings unendlich viel“, erklärte Christiane Kohl weiter. „Allein durch seine Anwesenheit und seine Mitwirkung in fast jedem Jahr hat er gleich von Anfang große Aufmerksamkeit auf unser Festival gelenkt. Er war auch ein kluger Ratgeber und ein aufmerksamer Beobachter des Zeitgeschehens. Im persönlichen Umgang haben wir ihn als einen äußerst angenehmen, großzügigen und herzensklugen Menschen erlebt. Er war das, was man früher einen feinen Kerl nannte. Er war ein großartiger Künstler und ein wunderbarer Mensch. Wir sind sehr dankbar dafür, dass wir ihn und seine Frau Monique kennen gelernt haben und dass er uns als Schirmherr so viele Jahre durch den Literarischen Frühling begleitet hat.“ 

 

Der „Literarische Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“ wird seit 2012 von drei Hotels des Kreises Waldeck-Frankenberg veranstaltet, dem Hotel Die Sonne Frankenberg, dem Hotel Schloss Waldeck und dem Romantik-Hotel Landhaus Bärenmühle in Ellershausen.   Zu den Gästen der Saison 2026, die vom 20. bis 29. März währte,  gehörten unter anderen die Autoren Christoph Hein, Max Goldt, Thomas Hettche, Julia Holbe, Anja Kampmann, Thomas Melle, Katerina Poladjan und Denis Scheck, ferner die Bonner Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Grit Straßenberger sowie die Schauspieler Christian Berkel, Johann von Bülow, Michael Quast und Walter Sittler. Zu Gast waren ferner die Kulturhistorikerin Andrea Linnebach-Wegner aus Kassel, die Publizistin Sandra Navidi aus New York, der Musiker Maik Garthe aus Ellershausen sowie die Politiker Boris Palmer aus Tübingen und Michael Roth aus Bad Hersfeld.

                                                         

 

 

 

 

 

Der Literarische Frühling 2026 vom 20. bis 29. März: Starkes Programm, bewegende Themen, tolle Künstler 

 

 

 

Es traten auf: Christian Berkel, Johann von Bülow, Max Goldt, Christoph Hein, Thomas Hettche, Julia Holbe, Anja Kampmann, Franziska Knetsch, Andrea Linnebach, Thomas Melle, Sandra Navidi, Boris Palmer, Katerina Poladjan, Michael Quast, Michael Roth, Walter Sittler und viele andere –  Auch Hannah Arendt, die Brüder Grimm und Ernest Hemingway sind im Programm.

 

Nirgendwo sonst kann man die Stars der Literatur-Szene so nah erleben wie beim Literarischen Frühling in der Heimat der Brüder Grimm.

 

Literarischer Fr+hling

 

 

 

 

America, what’s on?“  

 

 

 

Zum 250. Jahrestag der USA  - Geschichte und Gegenwart

Amerikas ein Schwerpunkt beim „Literarischen Frühling

 

 

Am 4. Juli 2026 jährt sich zum 250. Mal die Unabhängigkeitserklärung der USA, Grund für den „Literarischen Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“, Geschichte und Gegenwart dieses Landes näher zu beleuchten. Mit der Unabhängigkeit kam 1776 die Demokratie in das Land. Heute hält sein Präsident die Welt mit immer neuen Extratouren in Atem. „Was derzeit vor sich geht, verlangt nach einer tiefgründigen und zugleich leichtfüßigen Betrachtung“, erklärt die Leiterin des Festivals, die Schriftstellerin Christiane Kohl - „deshalb fragt der Literarische Frühling in diesem Jahr: „What’s on, America?“. 

So analysiert die in New York lebende Bestseller-Autorin Sandra Navidi die Lage in den USA und die Politikwissenschaftlerin Grit Straßenberger befasst sich mit dem Leben und Werk der deutsch-amerikanischen Totalitarismus-Forscherin Hannah Arendt. Der Schauspieler Michael Quast präsentiert in einer fetzigen Literarischen Revue Anekdoten aus der Geschichte der USA und stellt beim Lese-Dinner im Gourmet-Lokal Philipp Soldan in Frankenberg eine Shortstory des legendären US-Autors Ernest Hemingway vor. Last not least plaudern die Schauspieler Johann von Bülow und Walter Sittler über die Weltgeschichte der Lüge von der Antike bis zur Fake-News-Gegenwart, Titel: „Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort!“.   

 

Eröffnet wird das Festival am Samstag, dem 21. März, auf Schloss Waldeck von einem der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Gegenwart, dem in Sachsen-Anhalt lebenden Christoph Hein. Er präsentiert seinen epochalen neuen Roman „Das Narrenschiff“, der die Geschichte der untergegangenen DDR zum Thema hat. Zu Gast sind auch eine Reihe weiterer prominenter Literaten, so der Sprachkünstler Max Goldt oder der Romancier Thomas Hettche, der in seinem neuesten Werk „Liebe“ von Nähe, Entfremdung und Erfüllung erzählt. Thomas Melle führt in „Haus zur Sonne“ in die Anderwelt einer Art sanfter Selbstmordklinik. 

 

In der Nazi-Zeit spielt Anja Kampmanns Buch „Die Wut ist ein heller Stern“ über eine Tänzerin auf der

Hamburger Reeperbahn. Unterdessen erzählt der Schauspieler Christian Berkel von seiner Jugend im

Berlin und Paris der wilden 1960er und 1970er Jahre. Katerina Poladjan blättert in Ihrem Roman „Goldstrand“ ein zeitgeschichtliches Panorama ost-westlicher Verknotungen von 1920 bis heute auf, dazu wird im Schloss Waldeck ein passendes Vier-Gang-Menu serviert. Kulinarische Köstlichkeiten gibt es auch im Landhaus Bärenmühle, wo die Bestseller-Autorin Julia Holbe bei einem Lese-Dinner über ihre lebenspralle, unterhaltsame Familiengeschichte in Luxemburg erzählt.

 

Christian Berkel

 

Christian Berkel, Foto: Julia Reisínger / Lit. Frühling 

Sandra Navidi

 

Sandra Navidi, Foto: D. Spreizenbarth 

Stärker als in früheren Jahren gibt das Festival, das von drei führenden Hotels der Region Waldeck-Frankenberg veranstaltet wird, in der Woche vom 20. bis zum 29. März 2026 auch Raum für politische Themen. „Die Zeiten sind danach“, erklärt Christiane Kohl, „und wir stellen uns dieser Herausforderung gerne im Geist der Unabhängigkeit und Unvoreingenommenheit, der uns von Anfang an geleitet hat.“ So tritt am Mittwoch, dem 25. März, in Bad Wildungen der für seine unkonventionellen Vorschläge bekannte Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer, ein früherer Grüner, auf. Am Samstag, dem 28. März, stellt in Schloss Waldeck der nordhessische SPD-Politiker und frühere Staatsminister im Auswärtigen Amt, Michael Roth, seine Erinnerungen vor, in denen er sich kritisch mit der Russland-Politik seiner Partei auseinandersetzt. 

 

Aktuelle politische Bezüge zum Zustand der Demokratie in unserer Zeit ergeben sich auch bei einem Gespräch mit der Bonner Politikwissenschaftlerin Prof. Grit Straßenberger zu ihrer Biographie über die vor 50 Jahren verstorbene Philosophin Hannah Arendt. Und natürlich spricht auch die Bestseller-Autorin Sandra Navidi aus New York viel und gründlich über Politik – ihr Thema sind die abenteuerlichen Volten des US-Präsidenten Donald Trump und seiner Administration. Die Anwältin, die in der Hochfinanz gut vernetzt ist, legt vor allem dar, wie das Verhalten der Regierenden und ihrer Wählerschaft sich aus der Mentalität und Befindlichkeit der Amerikaner erklären.

 

 

Magische Momente, kulinarische Genüsse und beste Unterhaltung

 

 

Erstmals seit langem sind auch die ideellen Schutzpatrone des Festivals, die Brüder Grimm, wieder Thema einer Veranstaltung, und zwar gleich im Doppelpack. Im Barocksaal von Schloss Friedrichstein von Bad Wildungen, wo das Café-Restaurant „Aurora“ zu finden ist, liest die Kasseler Kulturhistorikerin Andrea Linnebach bei einem Coffee-Table-Plausch aus den von ihr edierten Briefen, die Jacob und Wilhelm Grimm einst an ihre Verwandten schrieben – ein köstlicher Einblick ins Kasseler Alltagsleben um 1800 mit Kaffee und Kuchen. Wegen des starken Andrangs findet die Veranstaltung zwei mal statt: am Sonntag, dem 22. März, um 11 Uhr und am Donnerstag, dem 26. März, um 16:30 Uhr. Die bisher für diesen Termin am Sonntag, dem 22. März, um 11:30 Uhr im Landhaus Bärenmühle geplante Veranstaltung mit dem niederländischen Bestseller-Autor Tommy Wieringa über die Zeit des Zweiten Weltkriegs in den Niederlanden muss leider entfallen, da der Autor kurzfristig verhindert ist.

Den guten Schluss markiert der Literaturkritiker Denis Scheck mit Eva Gritzmann bei einem Lese-Dinner im Landhaus Bärenmühle am 29. März. Die beiden haben jenes vegetarische Kochbuch herausgegeben, das Franz Kafka vor 100 Jahren nach einem Sanatoriums-Aufenthalt in Dresden geschenkt bekam und fleißig nutzte. Natürlich wird daraus auch gekocht.  

Auch die Lesung im Gourmet-Restaurant „Philipp Soldan“ des Hotels Die Sonne Frankenberg, bei der traditionsgemäß ein klassisches Werk der Weltliteratur vorgestellt wird, ist diesmal einem Amerikaner vorbehalten, dem Literatur-Nobelpreisträger Ernest Hemingway.  Der Schauspieler Michael Quast trägt Auszüge aus dessen Kurzgeschichte „Das kurze glückliche Leben des Francis Macomber“ vor, dazu reichen der Sterne-Koch Erik Arnecke und sein Team Gerichte, die der polyglotte Bonvivant selber gerne genoss. In einer Literarischen Revue befasst sich Michael Quast überdies mit der amerikanischen Geschichte und Gegenwart: "Hey, Ami come on", heißt die Veranstaltung in Metzen Altem Kuhstall in Ellershausen, bei der zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung mit Musik und starken Texten der "American Way of Life" leichtfüßig und zugleich tiefgründig unter die Lupe genommen wird. 

 

Fake News, von der Antike bis zur Trumpwelt, sind auch das Thema für zwei Herren, die so vertrauenserweckend wirken, dass man ihnen sofort jeden Gebrauchtwagen abkaufen würde. Unter dem Titel "Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort" blättern die Schauspieler Johann von Bülow und Walter Sittler im Philipp-Soldan-Forum Frankenberg die Weltgerschichte der Lüge auf. 

 

Johann von Bülow & Walter Sittler

Johann von Bülow & Walter Sittler, Foto:Steffi Henn

 

Veranstalter des zehntägigen Festivals, das im Jahr 2012 gegründet wurde, sind drei Hotels im Landkreis Waldeck-Frankenberg, das Hotel Die Sonne Frankenberg, das Hotel Schloss Waldeck und das Romantik Hotel Landhaus Bärenmühle in Ellershausen, deren Angebote für Übernachtungen während der Festivaltage finden Sie hier. Die Hotels werden von mittlerweile rund 30 Unternehmen und Institutionen aus der Region unterstützt, die damit das Ereignis überhaupt erst möglich machen. Die Schirmherrschaft liegt in den Händen der Schauspielerin Iris Berben und des Schriftstellers Stephan Thome.   

 

Teil des Programms ist traditionsgemäß auch eine Serie von Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler von vier Grundschulen und einer Förderschule sowie drei Gymnasien in der Region. Für die Kinder zwischen sechs und zehn Jahren liest in diesem Jahr die Marburger Schauspielerin Franziska Knetsch aus der Reihe „Die Gespensterjäger“ der Bestseller-Autorin Cornelia Funke. Den Mädchen und Jungen der gymnasialen Oberstufe präsentiert die Kasseler Kulturhistorikerin Andrea Linnebach Auszüge aus den von ihr herausgegebenen Briefen der Brüder Grimm aus ihrer Jugend. 

Weitere Informationen zum Programm und zu den Angeboten der Hotels finden sich auf der Website www.literarischer-fruehling.de, dort können über den Dienstleister Reservix auch Tickets gebucht werden.

 

Jacob und Wilhelm Grimm

Jacob und Wilhelm Grimm in jungen Jahren.