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„Ein Frühling, der im Herbst stattfindet“

„Literarischer Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“ – das beliebte Literatur-Festival wird auf den Herbst verschoben

Neuer Termin ist der 06. – 15. November 2020

Viele Prominente Autoren haben für den Herbsttermin bereits zugesagt – Karten behalten Gültigkeit

Der „Literarische Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“ wird in diesem Jahr auf den Herbst verschoben. Das teilten die Veranstalter des großen nordhessischen Literatur-Festivals am Wochenende mit. Neuer Termin für das Festival, das nach ursprünglicher Planung Ende März beginnen sollte, ist nun der 06. Bis 15 November 2020. „Etliche der prominenten Autoren haben den neuen Termin bereits bestätigt“, berichtet Christiane Kohl, die Leiterin des Festivals. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir im November ein mindestens genauso gutes Programm bieten können wie bislang geplant. Einziger Unterschied: Der Frühling wird diesmal im Herbst stattfinden“. Nach Planung der Organisatoren sollen die bisherigen Karten auch für die neuen Termine ihre Gültigkeit behalten.

Grund für die Verschiebung des Festivals ist das Corona-Virus. Wie die Organisatoren berichten, standen sie in den letzten Tagen in engem Gesprächskontakt mit Vertretern des Landkreises. „Unser Ziel war es, eine Lösung zu finden, die den Interessen und Sicherheitsbedürfnissen der Autorinnen und Autoren ebenso gerecht wird wie denen der mehr als 3 500 erwarteten Besucher des Festivals“, schreiben die Geschäftsführer der drei Hotels, Gerhard Pohl vom Hotel Die Sonne Frankenberg, Andreas Engelhoven vom Hotel Schloss Waldeck und Christiane Kohl vom Romantik Hotel Landhaus Bärenmühle in einer gemeinsamen Erklärung: „Wir fühlen uns in der Verantwortung gegenüber unserer Region und wollten auf keinen Fall gesundheitliche Risiken eingehen, auch wenn viele der insgesamt 27 Veranstaltungen des Literarischen Frühlings den bisherigen Empfehlungen der Experten nicht entgegenstanden“. Und so sei die Entscheidung, das Festival zu verschieben „schließlich ein Gebot der Stunde“ gewesen.

Inzwischen laufen bereits die Planungen für den neuen Festival-Termin im November auf Hochtouren. „Wir haben schon etliche Zusagen von prominenten Autorinnen und Autoren“, berichtet Christiane Kohl. Darunter seien Friedrich Christian Delius, Michael Köhlmeier und Mariana Leky, Rüdiger Safranski und Andrea Sawatzki. „Nach dem bisherigen Stand sieht es sehr gut aus, dass wir das Festival nahezu 1: 1 in den November transferieren können“. Bis das komplette, neue Festivalprogramm veröffentlicht werden könne, brauche man allerdings noch ein wenig Zeit. „Deshalb möchten wir das Publikum um ein bisschen Geduld bitten“, schreiben die drei Veranstalter in ihrer Erklärung und appellieren: „Gehen Sie den Weg mit uns gemeinsam, sodass der Literaturfrühling im Herbst wieder neu erblühen kann“.

Wichtig sei, „dass es nicht zu unbedachten Kettenreaktionen kommt, die das Festival womöglich in seinem Bestand auch für die Zukunft gefährden könnten“, erklären die Veranstalter. Deshalb bitten sie darum, „dass jetzt nicht alle Eintrittskarten auf einen Schlag zurückgegeben werden“. Stattdessen sei es sinnvoll, die Karten zu verwahren, sodass sie im Herbst für die neuen Veranstaltungstermine genutzt werden könnten. Die technischen Details, die durch die Transferierung des Festivals auf den neuen Termin nun mit dem Online-Ticket-Portal zu regeln seien, sollen nach den Worten der Veranstalter umehend geklärt werden. „Es sind ja nahezu alle Veranstaltungen komplett ausgebucht“ berichtet Kohl, „da haben wir jetzt einiges zu tun“. Zwar stehe es jedem frei, sein Ticket zu stornieren, doch „wer seine Karte behält, hat den Vorteil, dass er für den neuen Termin schon einen Platz hat“.

Ausgenommen von der Verschiebung ist bislang noch die als „Zugabe“ zum alten Festivaltermin geplante Veranstaltung mit Wolfgang Büscher. Diese soll nach jetzigem Stand weiterhin am 24. April in Bad Arolsen stattfinden: Der prominente Buchautor, der aus Breuna bei Volkmarsen stammt, stellt sein neuestes Buch „Heimkehr“ vor.

Prominente Autoren undPolitiker begrüßenVerschiebung des Festivals

Mario Adorf

Der „Literarische Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“ kann in diesem Jahr wegen der Corona-Epidemie zum vorgesehenen Termin leider nicht stattfinden. Das ist für alle Beteiligten sehr bedauerlich, auch für mich, denn ich wäre sehr gerne gekommen. Ich begrüße es daher sehr, dass das Festival nicht einfach abgesagt, sondern auf den 6. bis 15 November verschoben wurde. Für die Veranstalter stellen sich jetzt allerdings schwere organistorische und finanzielle Herausforderungen. Diese sind nur zu meistern, wenn alle zusammenhalten. Deshalb möchte ich heute insbesondere die Zuschauer bitten, ein Signal der Unterstützung zu setzen. Geben Sie den Organisatoren einen Vertrauensvorschuss und heben Sie Ihre Eintrittskarten für die neuen Veranstaltungstermine im November auf. Halten Sie dem Literatur-Frühling die Treue, auch wenn er im Herbst stattfindet!

Friedrich Christian Delius

"Heimat 4.0" lautet das Leitthema des „Literarischen Frühlings in der Heimat der Brüder Grimm“ für dieses Jahr. Ein hochaktuelles Thema, wie sich letztlich auch durch die augenblickliche Corona-Krise zeigt. Jetzt sind Gemeinsinn, Geduld und Solidarität gefragt. Deshalb ist es wichtig, dass das Festival nicht abgesagt, sondern "nur" verschoben wurde - auch wenn die nächsten Schritte den Veranstaltern erst einmal einige Organisationskraft abverlangen werden. Dass so viele Autorinnen und Autoren bereits für den neuen Termin im November zugesagt haben, freut mich sehr. Es ist auch ein Zeichen dafür, dass der Literarische Frühling sich mittlerweile zu einem wichtigen Literatur-Ereignis in Deutschland entwickelt hat, das hohe Wertschätzung auch unter Literaten genießt. Der „Literarische Frühling“ muss und wird mit viel gutem Willen aller Beteiligten, auch des Publikums, diese durch ein unberechenbares Virus hervorgerufene Krise überleben, um im nächsten Jahr sein 10. Jubiläum zu feiern.

Dr. Reinhard Kubat, Landrat des Kreises Waldeck- Frankenberg

Der „Literarische Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“ kann wegen der Corona-Krise in diesem Frühjahr nicht stattfinden. Ich bedauere das sehr, aber in der jetzigen Situation ist die Entscheidung der Veranstalter leider unvermeidlich. Meine Hoffnung ist, dass die Zukunft dieses Festivals nicht in Gefahr gerät. Der „Literarische Frühling“ ist ebenso wie die Barockfestspiele in Bad Arolsen zu einem Markenzeichen geworden, dessen Strahlkraft weit über unsere Region hinausreicht. Deshalb freut es mich sehr, dass die Veranstaltungen im Herbst nachgeholt werden. Ich appelliere an alle Besucher, dem Aufruf der Veranstalter zu folgen und jetzt nicht auf einen Schlag alle Eintrittskarten zurückzugeben, sondern sie zu behalten und in einem halben Jahr wiederzuverwenden. Das hilft, die ohnehin schon starken Belastungen zu lindern, denen die Organisatoren jetzt ausgesetzt sind. Wir dürfen die Veranstalter jetzt in dieser schwierigen Situation nicht allein lassen, sondern sollten durch diesen Akt der Solidarität zum Ausdruck bringen, dass wir ihre Aktivitäten schätzen und den Literarischen Frühling als wichtiges Kulturereignis der Region betrachten, das wir noch viele Jahre erleben möchten.

Mario Adorf

Mario Adorf

Mario Adorf

Mario Adorf

 

Friedrich Christian Delius

Friedrich Christian Delius

Friedrich Christian Delius

Friedrich Christian Delius

 

Andrea Sawatzki
Andrea Sawatzki - © Markus Nass / T&T
Andrea Sawatzki - © Markus Nass / T&T

Andrea Sawatzki

© Markus Nass / T&T

 

 Rüdiger Safranski
Rüdiger Safranski - © Peter-Andreas Hassiepen
Rüdiger Safranski - © Peter-Andreas Hassiepen

Rüdiger Safranski

© Peter-Andreas Hassiepen

 

Joachim Gauck
Joachim Gauck - © Privat
Joachim Gauck - © Privat

Joachim Gauck

© Privat

 

Mariana Leky
Mariana Leky - © Franziska Hause
Mariana Leky - © Franziska Hause

Mariana Leky

© Franziska Hause

 

Hubertus Meyer-Burckhardt
Hubertus Meyer-Burckhardt - © Gerald von Foris
Hubertus Meyer-Burckhardt - © Gerald von Foris

Hubertus Meyer-Burckhardt

© Gerald von Foris

 

Wolfgang Büscher
Wolfgang Büscher - © Frank Zauritz
Wolfgang Büscher - © Frank Zauritz

Wolfgang Büscher

© Frank Zauritz

 

Der "Literarische Frühling in der Heimat der Brüder Grimm" kann wegen der Corona-Krise leider nicht zum vorgesehenen Zeitpunkt zwischen dem 27. März und dem 5. April stattfinden, sondern wird auf den Herbst verschoben.

Neuer Termin: 6. bis 15. November 2020. Alle Eintrittskarten bleiben gültig.

Nähere Informationen dazu und Stellungnahmen der Schirmherren Mario Adorf und Friedrich Christian Delius sowie des Landrats Dr. Reinhard Kubat auf dieser Website.