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„Literarischer Frühling“ - Absage aufgrund von Corona-Pandemie

Veranstalter möchten kein Risiko eingehen angesichts steigender Infektionszahlen

Der „Literarische Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“ findet nun doch nicht in diesem Herbst statt. „Angesichts steigender Infektionszahlen möchten wir kein Risiko eingehen“, erklärte die Autorin und Hoteldirektorin Christiane Kohl, „auch wenn uns der Erhalt der kulturellen Vielfalt gerade in diesen schweren Zeiten sehr am Herzen liegt“. Deshalb sollen die geplanten Lesungen und Gespräche auch nicht gänzlich abgesagt werden, berichtet Kohl: „Stattdessen haben wir uns nach intensivem Austausch mit Autoren und Akteuren dazu entschlossen, einige der Veranstaltungen beim nächsten Literarischen Frühling im April 2021 nachzuholen und andere möglicherweise auch schon zuvor einzeln zu organisieren, sobald es die Verhältnisse erlauben.“

Vom 06. bis 15. November 2020 sollte das Literatur-Festival, das ursprünglich für das vergangene Frühjahr geplant war, über die Bühne gehen. Alles sei vorbereitet gewesen, berichten die Organisatoren: Große Säle, Hygienekonzepte, Sitzplatzpläne – die neuen Flyer waren gedruckt, die Fahrkarten der Autoren teilweise schon gekauft. „Wir danken allen, die uns bei den Planungen und Umplanungen geholfen haben“, so die Festivalleiterin. Doch der Literarische Frühling stehe „schließlich für kulturellen Austausch, Nähe und Begegnung – das ist in diesen Zeiten nicht machbar“.

Für Schriftsteller und Schauspieler stellt die augenblickliche Phase der Pandemie „eine besonders bleierne Zeit dar, denn es fehlt ihnen das Publikum und die Honorare bleiben aus“, erklärt Kohl. Um so wichtiger sei es jetzt für Künstler und Zuschauer gleichermaßen, „dass wir das kulturelle Leben nicht gänzlich sterben lassen“.

Der Literarische Frühling 2021 soll vom 16. – 25. April 2021 stattfinden, es wird das zehnjährige Jubiläum des Festivals sein, das sich in kürzester Zeit zu einem kulturellen Großereignis in Nordhessen entwickelt hat. Fest eingeplant sind bereits die Auftritte von Altbundespräsident Joachim Gauck (am 22. 04.) und der Schauspielerin Andrea Sawatzki (am 24.04.). Der Schriftsteller Asfa-Wossen Asserate hat sein Kommen für den 20.04. 2021 zugesagt. Überdies gibt es weitere Programmpunkte, die schon vorher für 2021 geplant waren. Daher habe man sich entschlossen, neben dem für 2021 vorgesehenen Festival auch einige einzelne Veranstaltungen zu organisieren. Denn ob Rüdiger Safranski oder Denis Scheck, Mariana Leky oder Ingo Schulze, Friedrich Christian Delius, Katerina Poladjan, Michael Quast oder Hubertus Meyer-Burckhardt – „nahezu alle Autoren haben zugesagt, 2021 zu uns zu kommen, auch die Lesedinner werden nachgeholt“, berichtet Kohl. Die genauen Termine würden noch festgelegt – „jeder wird verstehen, dass wir darüber erst entscheiden können, wenn Klarheit über die weitere Entwicklung der Pandemie herrscht“.

Bezüglich der bislang verkauften Tickets empfehlen die Veranstalter den Ticketinhabern daher, noch etwas abzuwarten, bis die neuen Termine festständen – „für später nachgeholte Veranstaltungen behalten die Tickets weiter ihre Gültigkeit“, erklären die Veranstalter. Selbstverständlich aber könnten die Tickets auch zurückgegeben werden. Wichtig sei nur, dass hierbei derselbe Weg benutzt werde wie beim Kartenkauf: Gegen eine „kleine Systemgebühr von 1,20 €“ könnten die Tickets an der jeweiligen Verkaufsstelle oder über das betreffende Internet-Portal der Ticket-Dienstleister zurückgegeben werden. Rückfragen könnten an die E-Mail-Adresse kontakt@literarischer-fruehling.de gerichtet werden.

„Wer uns helfen will, die entstandenen Verluste abzufangen, kann auch zu Gunsten des Literarischen Frühlings auf eine Rückabwicklung verzichten und damit dem Festival eine Kartenspende zukommen lassen“, erklären die Organisatoren, möglich sei auch, eine direkte Spende auf das Konto des Festivals bei der Frankenberger Bank zu überweisen (Iban DE 07520695190007388810). „Dies sind wertvolle Beiträge, um die Zukunft des Festivals zu sichern“, so Kohl, „nach Möglichkeit möchten wir auch die Künstler unterstützen“. Im Falle einer Kartenspende wird ebenfalls um eine Mitteilung unter der E-Mail-Adresse kontakt@literarischer-fruehling.de gebeten. „Wir möchten eine Liste der Spender anlegen und hoffen, dass wir uns im nächsten oder übernächsten Jahr mit einer besonderen Geste für diese großherzige Unterstützung revanchieren können“, erklärte Christiane Kohl.

Der „Literarische Frühling 2020“ sollte ursprünglich vom 27. März bis zum 5. April stattfinden und war wegen der Corona-Krise auf die Zeit vom 6. bis 15. November verschoben worden. Veranstalter des zehntägigen Festivals, das in diesem Jahr in seine neunte Saison gehen sollte, sind neben Christiane Kohl als Inhaberin des Romantik Hotels Landhaus Bärenmühle in Ellershausen auch Geschäftsführer Gerhard Pohl vom Hotel Die Sonne Frankenberg und Andreas Engelhoven, der Direktor des Hotels Schloss Waldeck. Die drei Hotels werden unterstützt von mehr als 20 Unternehmen und Institutionen der Region Waldeck-Frankenberg, die damit den „Literarischen Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“ überhaupt erst möglich machen.

Wolfgang Büscher liest aus seinem Buch "Heimkehr, links der Moderator Klaus Brill

Wolfgang Büscher liest aus seinem Buch "Heimkehr,
links der Moderator Klaus Brill
© Bernhard Schäfer

Wolfgang Büscher liest aus seinem Buch "Heimkehr,
links der Moderator Klaus Brill
© Bernhard Schäfer

Wolfgang Büscher liest aus seinem Buch "Heimkehr,
links der Moderator Klaus Brill
© Bernhard Schäfer

 

 Der Steinerne Saal des Residenzschlosses in Bad Arolsen mit Corona-Sitzordnung

Der Steinerne Saal des Residenzschlosses in Bad Arolsen mit Corona-Sitzordnung

Der Steinerne Saal des Residenzschlosses in Bad Arolsen mit Corona-Sitzordnung

Der Steinerne Saal des Residenzschlosses in Bad Arolsen mit Corona-Sitzordnung

 

Mario Adorf

Mario Adorf

Mario Adorf

Mario Adorf

 

Friedrich Christian Delius

Friedrich Christian Delius

Friedrich Christian Delius

Friedrich Christian Delius

 

Andrea Sawatzki
Andrea Sawatzki - © Markus Nass / T&T
Andrea Sawatzki - © Markus Nass / T&T

Andrea Sawatzki

© Markus Nass / T&T

 

 Rüdiger Safranski
Rüdiger Safranski - © Peter-Andreas Hassiepen
Rüdiger Safranski - © Peter-Andreas Hassiepen

Rüdiger Safranski

© Peter-Andreas Hassiepen

 

Joachim Gauck
Joachim Gauck - © Privat
Joachim Gauck - © Privat

Joachim Gauck

© Privat

 

Mariana Leky
Mariana Leky - © Franziska Hause
Mariana Leky - © Franziska Hause

Mariana Leky

© Franziska Hause

 

Hubertus Meyer-Burckhardt
Hubertus Meyer-Burckhardt - © Gerald von Foris
Hubertus Meyer-Burckhardt - © Gerald von Foris

Hubertus Meyer-Burckhardt

© Gerald von Foris