Premiumpartner

Veranstaltung mit Anne Rabe wird wiederholt

Wegen der starken Nachfrage beim „Literarischen Frühling“ jetzt eine zweite Veranstaltung über das Leben nach der Wende in der früheren DDR – Weitere prominente Moderatoren gewonnen

Beim „Literarischen Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“ ist die Nachfrage in einem Fall so stark, dass eine Veranstaltung zweimal stattfinden soll. Wie die Organisatoren mitteilten, erhalten alle Besucher, die für die geplante Lesung der Schriftstellerin Anne Rabe am Sonntag, dem 21. April, um 11:30 Uhr auf Schloss Friedrichstein in Bad Wildungen kein Ticket mehr erhalten haben, jetzt die Möglichkeit, die Veranstaltung um 14:00 Uhr nachzuholen. Die Autorin und die Moderatorin Anne-Dore Krohn (RBB) haben eingewilligt, dann am gleichen Ort ein zweites Mal aufzutreten. „Wir möchten all die Besucherinnen und Besucher, die unbedingt an dieser Begegnung mit einer der gefragtesten jungen Autorinnen in Deutschland teilnehmen, nicht enttäuschen“, erklärte die Leiterin des Festivals, Christiane Kohl. „Deshalb machen wir das, was wir schon während der Corona-Pandemie wegen der Beschränkung der Zuschauerzahlen praktiziert haben: wir spielen doppelt.“ Wer nun ein Ticket für die zweite Veranstaltung um 14:00 Uhr buchen will, hat dazu in Kürze die Möglichkeit auf der Website www.literarischer-fruehling.de oder bei den einschlägigen Vorverkaufsstellen.

Anne Rabe hatte mit ihrem Debüt-Roman „Die Möglichkeit von Glück“ im vorigen Herbst einen überrachend starken Zuspruch gefunden und ausgezeichnete Kritiken erhalten. Das Buch, das monatelang auf der Bestsellerliste stand, behandelt aus der Sicht einer jungen Frau die Entwicklung in der früheren DDR nach der Wende von 1989 und leuchtet dabei auch die Widersprüchlichkeiten aus. So erfährt man manches über Traditionen der Gewalt in der DDR seit der Nazi-Zeit, über das Leben in und unter der SED oder über Strukturen, aus denen sich das heutigen Wahlverhalten vieler Ostdeutscher vielleicht erklären lässt. Anne Rabes Buch sei vieles in einem, befand die Neue Osnabrücker Zeitung: „ein packender Familienroman, eine ostdeutsche Mentalitätsgeschichte und ein provozierender Denkanstoß zur unvollendeten Einheit“.

Wie die Veranstalter weiter mitteilten, konnten inzwischen auch weitere prominente Moderatoren für verschiedene andere Veranstaltungen gewonnen werden. Darunter ist die Herausgeberin der „Literarischen Welt“, die Journalistin Mara Delius. Sie ist eine Tochter des vor zwei Jahren verstorbenen Schriftstellers Friedrich Christian Delius, der mehr als zehn Jahre lang der Schirmherr des „Literarischen Frühlings in der Heimat der Brüder Grimm“ war, und führt ein Gespräch mit dem Klassiker-Biographen Rüdiger Safranski, der am Montag, dem 22. April, um 19:00 Uhr in der Wandelhalle am Kurpark Bad Wildungen sein neues Buch über den vor 100 Jahren gestorbenen Franz Kafka vorstellt. Erstmals nimmt am Festival auch der Philosoph und Literaturwissenschaftler Peter Neumann teil, der Redakteur im Feuilleton der „ZEIT“ ist. Er präsentiert aus Anlass des 300. Jahrestags der Geburt des Philosophen Immanuel Kant am Sonntag, dem 28. April um 11:30 Uhr im Hotel Schloss Waldeck das neue Buch des Kant-Experten und Frankfurter Professors Marcus Willascheck.

28.02.2024