Premiumpartner

In Rente? Das kann gut werden!

Manche sehnen ihn herbei, für andere ist es ein schwerer Abschied – der Eintritt in den Ruhestand. Die Journalistin Bettina Musall hat das Ereignis nach 36 Jahren Berufstätigkeit zum Anlass genommen, bei Altersforschern, Psychotherapeuten, Soziologen und betroffenen Prominenten einmal nachzufragen, wie dieser Schritt in einen neuen Lebensabschnitt am besten angegangen werden sollte. „Das kann gut werden!“, ist ihr Resümee. Unter diesem Buchtitel reflektiert sie, was sich für tatendurstige Angehörige der so genannten „Boomer-Generation“, also etwa der Jahrgänge 1950 bis 1970, an Chancen und Verlockungen bietet. Die Süddeutsche Zeitung nannte das Werk der Münchner Autorin, die lange für das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ tätig war, „ein Mutmachbuch für die geburtenstärksten Jahrgänge des Landes“. Beim „Literarischen Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“ stellt Bettina Musall ihr Buch am Freitag, dem 26. April, um 16:30 Uhr im Landgut Walkemühle in Frankenberg (Eder) vor. Nähere Informationen gibt es auf der Website www.literarischer-fruehling.de, dort können auch Tickets reserviert werden.

Wie die Autorin und Hotelbetreiberin Christiane Kohl als Sprecherin der Veranstalter mitteilte, ist damit das diesjährige Programm des nordhessischen Literatur-Festivals nahezu komplett. Neben der zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur ist zwischen dem 19. und 28. April auch wieder die angespannte politische Lage in Deutschland und Europa ein großes Thema. Unter zu den Gästen sind der frühere Bundespräsident Joachim Gauck und einer der bedeutendsten russischen Schriftsteller der Gegenwart, der heute in Berlin im Exil lebende Viktor Jerofejew, mit ihren neuesten Büchern. Außerdem werden eine Reihe weiterer prominenter Autorinnen und Autoren erwartet, darunter Adriana Altaras, Durs Grünbein, Ilija Matusko, Terézia Mora, Anne Rabe, Rüdiger Safranski, Stephan Thome und Jan Wagner.

Jan Wagner tritt in einer Bäckerei in Sachsenberg-Lichtenfels auf. Besondere Akzente setzen auch der als „Tatort“-Kommissar bekannte Schauspieler Jörg Hartmann mit einem Erinnerungsbuch sowie der Autor Rafik Schami mit seinen orientalischen Erzählungen. Der Frankfurter Professor Marcus Willaschek stellt sein sehr anschaulich geschriebenes Buch über den Philosophen Immanuel Kant vor, dessen Geburtstag sich in der Festival-Woche zum 300. Mal jährt. Zum 50. Todestag wird auch des Schriftstellers Richard Huelsenbeck gedacht, der 1892 in Frankenau bei Frankenberg geboren ist und 1916 in Zürich zu den Begründern des Dadaismus gehörte. Ihm zu Ehren bestreitet der Frankfurter Aktions- und Bühnenkünstler Michael Quast in Frankenau einen turbulenten DADA-Abend. Ein weiteres Jubiläum: vor 250 Jahren erschien Johann Wolfgang Goethes Weltbestseller „Die Leiden des jungen Werther“. Bei einer Küchenlesung im Sterne-Restaurant „Philipp Soldan“ liest daraus der Frankfurter Schauspieler Sam Michelson.

Nähere Einzelheiten zum Programm finden sich auf der Website www.literarischer-fruehling.de. In der Abteilung „Spielplan“ können auch Tickets erworben werden, ebenso wie bei den einschlägigen Vorverkaufsstellen. Wer zeitnah über aktuelle Veränderungen informiert werden möchte, kann über die Mail-Adresse kontakt@literarischer-fruehling.de kostenlos einen Newsletter abonnieren.

Der „Literarische Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“ wurde 2012 von drei Hotels im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg gegründet, dem Hotel Die Sonne Frankenberg, dem Hotel Schloss Waldeck und dem Romantik Hotel Landhaus Bärenmühle in Ellershausen. Anlass war der 200. Jahrestag der Herausgabe der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, die den Stoff für ihre weltberühmten Erzählungen in Nordhessen gesammelt hatten. Die Veranstalter werden von mehr als zwei Dutzend Firmen und Institutionen im Raum Waldeck-Frankenberg unterstützt, die damit das Festival erst möglich machen.

24.01.2024