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„Literarischer Frühling“ – Eröffnung mit Mario Adorf und Iris Berben

Abschluss mit Edgar Selge Und in der Zeit dazwischen: Erstklassige Literatur, köstliche Kulinarik und kluge Debatten

Putins Krieg gegen die Ukraine ein Schwerpunktthema: Mit Nino Haratischwili, Katerina Poladjan, dem Historiker Jörg Baberowski und Hermann Otto Solms

Auch Wolfgang Büscher, Julia Franck, Thomas Hettche, Navid Kermani und viele andere zu Gast

Pünktlich zum Beginn der wärmeren Jahreszeit setzt der „Literarische Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“ mit einem außerordentlich guten und vielseitigen Programm ein Zeichen für Aufbruch, kulturelle Erbauung und Neubeginn. Präsentiert werden große Namen, wichtige Debatten und berührende Erzählungen - „den schlimmen Nachrichten über Tabubrüche und brutale Kriegsverbrechen mitten in Europa setzen wir eine Kultur der Freiheit, Klarheit und Klugheit entgegen“, sagt Festivalleiterin Christiane Kohl. Vom 2. – 10. April 2022 wird das große Literatur-Festival in Nordhessen in Partnerschaft mit mehr als zwei Dutzend Firmen und Institutionen der Region von drei Hotels veranstaltet. Zu den Höhepunkten zählen die Eröffnung mit den Schauspielern Iris Berben und Mario Adorf sowie die Auftritte des Orientalisten und Autors Navid Kermani, des Schauspielers Edgar Selge und der Erfolgsschriftstellerinnen Julia Franck, Nino Haratischwili und Katerina Poladjan.

Wegen des russischen Überfalls auf die Ukraine haben die Veranstalter kurzfristig zusätzliche Veranstaltungen ins Programm genommen, in denen die historischen und gesellschaftlichen Dimensionen der augenblicklichen Krise beleuchtet werden: So wird die Bestsellerautorin Nino Haratischwili, deren Romane am Beispiel Georgiens das Elend und die Folgen der Sowjet-Zeit behandeln, ihr neues Buch „Das mangelnde Licht“ vorstellen. Der Berliner Osteuropa-Historiker Jörg Baberowski, ein bekannter Spezialist für die Stalin-Zeit, erklärt historische Hintergründe. Und Putins Krieg wird auch ein Thema sein bei der Diskussion zwischen dem FDP-Politiker Hermann Otto Solms und dem Journalisten Hans-Ulrich Jörges sowie bei der Vorstellung des neuen Romans „Zukunftsmusik“ von Katerina Poladjan, der in Russland im Jahr 1985 spielt.

Zur Eröffnung des neuntägigen Festivals locken die Veranstalter mit einem besonderen Angebot: Die Schauspieler Iris Berben und Mario Adorf treffen sich am Samstag, dem 2. April, auf Schloss Waldeck zu einem Gespräch über „große Literatur und starke Charaktere“, das der bekannte Fernseh-Literaturkritiker Denis Scheck moderiert. Es geht dabei um die Verfilmung literarischer Stoffe und die Verkörperung bekannter Figuren aus Romanen wie „Budenbrooks“ oder „Die Blechtrommel“. „Wir freuen uns sehr, dass zwei ganz Große der deutschen Film- und Fernsehwelt sich bei uns ein Stelldichein geben, um einmal ganz anders über Literatur zu reden“, sagt Christiane Kohl.

Es folgen bis zum Sonntag, dem 10. April, verschiedene Lesungen, Gespräche und Lese-Dinner von höchst unterschiedlicher Couleur. So erleben die Veranstalter einen starken Zuspruch zu den Veranstaltungen mit Navid Kermani und Edgar Selge, deren neue Bücher auf den vorderen Plätzen der Bestseller-Listen zu finden sind. Navid Kermani, der als Sohn iranischer Eltern in Siegen geboren wurde, gilt als Brückenbauer zwischen den Kulturen und wurde vielfach ausgezeichnet. Edgar Selge, einer der bedeutendsten Charakter-Darsteller Deutschlands, gibt in einem Werk über seine Kindheit in der jungen Bundesrepublik sein von Kritikern bereits hochgelobtes literarisches Debüt.

Die Buchpreisträgerin Julia Franck kommt mit ihrem neuen, autobiografisch gefärbten Roman „Welten auseinander“, in dem sie eine berührende Geschichte über das Leben zwischen Ost und West erzählt. Thomas Hettche beschäftigt sich in seinem Roman „Herzfaden“ mit der Augsburger Puppenkiste vor dem Hintergrund des Aufbaus der Bundesrepublik. Altmeister Friedrich Christian Delius, der mit Mario Adorf einer der beiden Schirmherren des „Literarischen Frühlings“ ist, liest aus seinem neuesten Werk „Die sieben Sprachen des Schweigens“. Wer Karten zu der 2021 mit ihm vorgesehenen, dann aber kurzfristig abgesagten Veranstaltung hat, kann diese jetzt einsetzen.

Als weitere Gäste werden der Berliner Lyriker Joachim Sartorius mit seinem Gedichtband „Wohin mit den Augen“ und Katerina Poladjan erwartet, die in ihrem Roman „Zukunftsmusik“ aus der Perspektive einer Gemeinschaftswohnung über den Untergang der Sowjetunion erzählt – dazu werden bei einem Lese-Dinner in Landhaus Bärenmühle Köstlichkeiten aus der russischen Küche gereicht.

Ebenfalls bei einem Lesedinner präsentiert der in Volkmarsen geborene Journalist Wolfgang Büscher sein Buch „Heimkehr“. Fast ein ganzes Jahr hatte er als Eremit in einer Jagdhütte der Fürsten zu Waldeck und Pyrmont verbracht – passend dazu wird Waldecker Wild serviert. Der bekannte Literatur-Kritiker Denis Scheck, seit Jahren ein Stammgast beim „Literarischen Frühling“, bringt eine Humoreske über seinen „undogmatischen Hund“ mit und plaudert über den Vierbeiner in der Literatur…

Auch die Politik hat wieder ihren angestammten Platz. Unter der Moderation des langjährigen SZ-Chefredakteurs Hans Werner Kilz plaudern der aus dem hessischen Lich stammende FDP-Ehrenvorsitzende Hermann Otto Solms und der für seine Unverblümtheit bekannte Journalist Hans-Ulrich Jörges über den inneren Betrieb der deutschen Politik und kommentieren die aktuelle Entwicklung. Politisch stark aufgeladen ist auch der Kriminalroman „Lass Gott aus dem Spiel“ des langjährigen ZDF-Redakteurs Harald Lüders, der im Milieu des Frankfurter Bahnhofsviertels mit seinen Bordellen, Kneipen und Immobilienmagnaten spielt.

Natürlich ist auch wieder eine szenische Küchenlesung im Restaurant Philipp Soldan des Hotels Die Sonne Frankenberg vorgesehen, wo Sterne-Koch Erik Arnecke ein Stück große Literatur mit einem raffinierten Menü begleitet. In diesem Jahr trägt der Frankfurter Schauspieler Michael Quast bei einer Szenischen Lesung Passagen aus dem mehrfach verfilmten Roman „Der große Gatsby“ von F. Scott Fitzgerald vor, der das wilde, verruchte Leben in New York City vor 100 Jahren zum Thema hat.

Die ursprünglich geplante Lesung der amerikanisch-österreichischen Schriftstellerin Irene Dische musste wegen der Erkrankung der Autorin abgesagt werden. Die dafür bereits erworbenen Tickets gelten nun für die zur selben Zeit, am Samstag, dem 9. April, um 19 Uhr im Landgut Walkemühle in Frankenberg angesetzte Veranstaltung mit Nino Hartatischwili.

Der „Literarische Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“ kann in diesem Jahr auf sein zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Das Festival war 2012 von den Hotels Die Sonne Frankenberg, Hotel Schloss Waldeck und Landhaus Bärenmühle in Ellershausen gegründet worden und wird von knapp zwei Dutzend Unternehmen und Institutionen aus dem Raum Waldeck-Frankenberg unterstützt.

„Wir schauen voller Dankbarkeit auf diese nun zehn Jahre währende Partnerschaft mit den Unternehmen und Institutionen, durch die Literarischen Frühling erst möglich gemacht wurde“, sagt Festivalleiterin Christiane Kohl: „Und es berührt mich zutiefst, dass wir auch in diesem Jahr wieder auf unsere Partner bauen können, obwohl die letzten zwei Jahre auch für viele Unternehmen schwierig waren – und noch sind“. Ein ursprünglich zum Jubiläum geplanter Festabend wurde mit Blick auf die noch nicht völlig gebannte Virusgefahr und die Situation in der Ukraine gestrichen. „Das holen wir aber doppelt und dreifach nach, wenn die Luft wieder wirklich rein ist“, erklärt die Festivalleiterin Christiane Kohl dazu.

Das komplette Programm des „Literarischen Frühlings“ ist auf der Webseite www.literarischer-fruehling.de dargestellt, wo auch Tickets gebucht werden können. Informations-Flyer des Festivals und Karten für Veranstaltungen sind bei den veranstaltenden Hotels sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Wer aktuell über die Programmplanung und mögliche Veränderungen informiert werden will, kann sich unter kontakt@literarischer-fruehling.de kostenlos für den Bezug eines Newsletters anmelden. Dorthin sind auch Anfragen zu richten.

10.03.2022