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Rüdiger von Fritsch

Rüdiger von Fritsch (*1953, Siegen) ist einer der bekanntesten deutschen Spitzendiplomaten und hat als früherer deutscher Botschafter in Moskau drei Bücher über die Entwicklung der vergangenen Jahre vorgelegt. Als Sohn eines Kaufmanns wuchs er unter anderem in Schwäbisch Gmünd auf und besuchte das Internat Salem. Nach einem Studium der Geschichte und Germanistik trat er 1984 in den Auswärtigen Dienst ein. Schon in den Jahren vor 1989 war er als Referent der deutschen Botschaft in Warschau mit dem revolutionären Umbruch in Mittel- und Osteuropa befasst. Später war er in Nairobi und Brüssel tätig. Unter dem Bundespräsidenten Johannes Rau leitete der Spitzenbeamte von 1999 bis 2004 dessen Planungsstab, anschließend war er Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes und Abteilungsleiter im Auswärtigen Amt. 2010 kehrte von Fritsch als deutscher Botschafter nach Warschau zurück, von 2014 bis 2019 leitete er die diplomatische Vertretung der Bundesrepublik in Moskau und traf in dieser Funktion vielfach auch mit Wladimir Putin zusammen. Als 20-Jähriger hatte der spätere Diplomat gemeinsam mit seinem Bruder 1973 einem in der DDR lebenden Cousin und dessen beiden Freunden zur Flucht über Bulgarien in den Westen verholfen.

Rüdiger von Fritsch
© Gottfried Stoppel
© Gottfried Stoppel