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Rafik Schami

Rafik Schami (* 1946, Damaskus) wuchs in einer katholischen arabischen Familie in Damaskus auf und verließ mit 25 Jahren sein von einem autoritären Regime beherrschtes Heimatland Syrien, um dem Militärdienst und der politischen Zensur zu entgehen. Nach einem kurzen Aufenthalt im Libanon wanderte er 1971 in die Bundesrepublik Deutschland ein und absolvierte in Heidelberg ein Chemiestudium, das er mit der Promotion abschloss. Obwohl er Arabisch, Französisch, Englisch und Aramäisch sprach und Deutsch erst mühsam lernen musste, schrieb er seit 1977 nur noch auf Deutsch. Die von ihm verfassten Märchen, Fabeln und Romane fanden reißenden Absatz und erreichten Millionenauflagen, sie wurden in 34 Sprachen übersetzt. In politischen Essays kritisierte Schami die diktatorische Unterdrückung in vielen arabischen Ländern und setzte sich für eine Versöhnung zwischen Israelis und Palästinensern ein. Der Autor, der seit langem in einem Dorf in der Pfalz lebt, wurde für sein Schaffen mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, so der Brüder-Grimm-Professur in Kassel und der Carl-Zuckmayer-Medaille sowie etlichen Kinder- und Jugendbuchpreisen. Rafik Schami ist ein Pseudonym und bedeutet „Freund aus Damaskus“. Sein Ursprungsname ist Suheil Fadel.

Rafik Schami
© Arne Wesenberg
© Arne Wesenberg