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Johann Wolfgang Goethe

Johann Wolfgang Goethe (*1749, Frankfurt, + 1832 Weimar) gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern der Welt und nimmt auch in der deutschen Kulturgeschichte einen einzigartigen Rang ein. Er wuchs in einer wohlhabenden Bürgerfamilie in Frankfurt am Main auf und absolvierte nach dem Jura-Studium in Leipzig und Straßburg 1772 eine mehrmonatige Zusatzausbildung am Reichskammergericht in Wetzlar, der höchsten juristischen Instanz des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. In dieser Zeit lernte er am 9. Juni 1772 auf einem Dorfball in Volpertshausen bei Wetzlar die 19-jährige Charlotte Buff kennen, die aber schon verlobt war. Sein vergebliches Liebeswerben und eine weitere Abfuhr in Frankfurt stachelten ihn an, das Buch „Die Leiden des jungen Werthers“ zu schreiben, das über das autobiographisch Erlebte aber weit hinausgeht und offenkundig perfekt die Stimmung seiner Zeit traf. Es wurde in ganz Europa schlagartig zum Erfolg und machte Goethe schon als jungen Mann berühmt. Als Dichterfürst, Theaterdirektor. Naturforscher und leitender Minister des Herzogs Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach verbrachte er den größten Teil seines Lebens in Weimar und war führend daran beteiligt, die thüringische Kleinstadt zu einem geistigen Zentrum Deutschlands zu machen. Das bekannte Gemälde, auf dem Goethe als Reisender mit Hut und Mantel in der römischen Campagna dargestellt ist, hat 1786/87 der mit ihm befreundete Maler Johann Heinrich Wilhelm Tischbein gemalt, der aus der im Kloster Haina verwurzelten Künstlerfamilie stammt.