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In memoriam F. C. Delius

Friedrich Christian Delius (*1943, Rom, + 2022, Berlin) wuchs als Sohn eines evangelischen Pfarrers in Wehrda bei Bad Hersfeld sowie in Korbach/Waldeck auf, wo er 1963 an der Alten Landessschule das Abitur ablegte. Nach dem Studium arbeitete der promovierte Germanist zunächst als Lektor im Wagenbach Verlag und später in dem von ihm mit gegründeten Rotbuch Verlag. Seit 1978 war er ausschließlich als Schriftsteller tätig und wurde als kluger und kritischer Begleiter der bundesdeutschen Geschichte bekannt. Zu den wichtigsten Romanen des Autors gehören „Adenauerplatz“ (1984), „Die Birnen von Ribbeck“ (1991), „Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde“ (1994) und „Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus“ (1995). Einige seiner Werke haben nordhessische Regionen zum Schauplatz, etwa „Mein Jahr als Mörder“(2004) sowie „Die Frau, für die ich den Computer erfand“(2009), die Lebensgeschichte Konrad Zuses. In anderen Büchern, so „Die Zukunft der Schönheit“ (2018) verarbeitete er seine Korbacher Jugend. Delius wurde mit zahlreichen Literaturpreisen geehrt, darunter dem Georg-Büchner-Preis (2011) und dem Joseph- Breitbach-Preis (2007). 2019 erhielt er den Ehrendoktor der Universität Rostock. Er war Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie der Akademie der Künste Berlin. Seit der Gründung im Jahre 2012 war er auch neben Mario Adorf einer der beiden Schirmherren des „Literarischen Frühlings in der Heimat der Brüder Grimm“.

Friedrich Christian Delius
© A. Bachinger
© A. Bachinger