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Literatur-Festival mit zwei weiteren Glanzlichtern im Programm:

Martina Gedeck
Martina Gedeck
Martina Gedeck

Martina Gedeck und Peter Sloterdijk als Stargäste beim „Literarischen Frühling“

Die beliebte Schauspielerin tritt in Bad Wildungen auf, der streitlustige Philosoph auf Schloss Waldeck

Mit zwei weiteren prominenten Gästen wartet in diesem Jahr der „Literarische Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“ auf. Wie die Organisatoren des Literatur-Festivals am Montag mitteilten, ist es gelungen, auch die Schauspielerin Martina Gedeck und den Philosophen Peter Sloterdijk für das Festival zu gewinnen. „Das sind zwei weitere Topstars, wir freuen uns sehr über ihre Zusage“, erklärte die Autorin und Journalistin Christiane Kohl aus dem Landhaus Bärenmühle, die das Festival gemeinsam mit den Hotels Die Sonne Frankenberg und Hotel Schloss Waldeck organisiert. „Der Literarische Frühling hat damit wieder eine hervorragende Mischung mit hochwertigen Angeboten für die unterschiedlichsten Geschmäcker.“

Martina Gedeck, bekannt aus „Das Leben der Anderen“ oder „Ich bin mal weg“ , gehört zu den beliebtesten Schauspielerinnen in Deutschland, die auch auf internationalem Parkett erfolgreich ist. Sie wird am Samstag, dem 16. April, in der Wandelhalle im Kurpark von Bad Wildungen aus dem Werk „Die Wand“ der Österreicherin Marlen Haushofer lesen, das als Kultbuch gilt. Als diese Geschichte einer Frau, die allein auf einer Berghütte gegen widrigste Umstände anzukämpfen hat, 2012 verfilmt wurde, spielte Martina Gedeck darin mit großer Eindringlichkeit die Hauptrolle. Die eindringliche Atmosphäre des Geschehens weiß die vielfach preisgekrönte Schauspielerin auch bei ihrer szenischen Lesung zu vermitteln.

Der Philosoph Peter Sloterdijk ist mit seinen geistreichen Provokationen einer der wichtigsten „öffentlichen Intellektuellen“ und Debattentreiber in Deutschland. Der Professor für Philosophie und Ästhetik, der bis vor kurzem die berühmte Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe leitete, wird am Sonntag, dem 17. April um 14:30 Uhr im Rittersaal von Schloss Waldeck bei der Veranstaltung „Ausgewählte Übertreibungen“ zu Gast sein. Im munteren Dialog mit dem aus Frankenberg stammenden Journalisten Jochen Bittner, der als politischer Redakteur bei der Wochenzeitung „DIE ZEIT“ tätig ist, gibt er einen Einblick in sein aktuelles Denken und Schaffen. Überdies wird er einen Einblick in sein neuestes Werk geben, „Das Schelling-Projekt“, das wenige Tage später erscheinen wird: „Eine Liaison zwischen erotischem Roman und anthropologischer Grundlagenforschung“, wie es in der Verlagsankündigung heißt.

Der „Literarische Frühling“, der dieses Jahr bereits in die fünfte Runde geht, findet vom Samstag, dem 9. April, bis zum Sonntag, dem 17. April statt. Er wird gemeinsam vom Hotel Die Sonne Frankenberg, dem Hotel Schloss Waldeck und dem Landhaus Bärenmühle in Ellershausen veranstaltet und von 21 Firmen und Institutionen aus dem Kreis Waldeck-Frankenberg ideell, materiell und finanziell unterstützt.

Zu den Gästen des Festivals gehören in diesem Jahr neben Martina Gedeck und Peter Sloterdijk auch die erfolgreiche Kriminalschriftstellerin Ingrid Noll sowie die Journalisten und Bestseller-Autoren Giovanni di Lorenzo und Axel Hacke, der Kulturhistoriker Ulrich Raulff und die Orientalistin Claudia Ott. Erwartet werden ferner der Lyriker Joachim Sartorius sowie die Romanautoren Nora Bossong, Thea Dorn, Klaus Modick, Katerina Poladjan und Feridun Zaimoglu. Auch der Literaturkritiker Denis Scheck ist wieder mit von der Partie, ebenso die beiden Schirmherren, der Schauspieler Mario Adorf und der Schriftsteller Friedrich Christian Delius.

Ein gewisser Akzent liegt 2016 auf dem 100. Jahrestag der Gründung des Dadaismus. An ihr war 1916 im Zürcher Cabaret Voltaire auch der Schriftsteller Richard Huelsenbeck beteiligt, der 1892 als Apothekerssohn in Frankenau im heutigen Kreis Waldeck-Frankenberg geboren ist. Ihm zu Ehren wird bei dem Festival mit einem Auftritt des Frankfurter Theater- und Aktionskünstlers Michael Quast und einem Vortrag des Germanistik-Professors Hermann Korte an die Frühzeit des Dadaismus erinnert, der als revolutionäre Bewegung ganze Generationen von Literaten und Malern inspiriert hat. Wie stets ist auch wieder ein Rückblick in die Zeit der Brüder Grimm vorgesehen: diesmal mit den Lebenserinnerungen des Malerbruders Ludwig Emil Grimm (1790-1863), die die Frankfurter Kulturjournalisten Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz sowie der aus Nordhessen stammende Künstler Albert Schindehütte in einer opulent bebilderten Leseausgabe neu herausgegeben haben.
Weitere Detailinformationen finden sich auf der Website www.literarischer-fruehling.de.Tickets können dort über Internet oder bei den beteiligten Hotels reserviert werden. Anmeldungen für den Schreibworkshop mit dem Bestseller-Autor Klaus Modick nimmt das Landhaus Bärenmühle direkt (info@baerenmuehle.de, Tel. 06455-759.040) entgegen.

18.01.2016