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Das Festival der magischen Momente

Udo Samel liest Johann Gottfried Seume im Kälberstall zu Ellershausen
Udo Samel liest Johann Gottfried Seume im Kälberstall zu Ellershausen
Udo Samel liest Johann Gottfried Seume im Kälberstall zu Ellershausen

Literarischer Frühling erfolgreicher denn je: Veranstalter sind mit dem Verlauf der Veranstaltungen „mehr als zufrieden“

Als „überwältigend“ haben die Organisatoren des „Literarischen Frühlings in der Heimat der Brüder Grimm“ die Resonanz beim diesjährigen Literatur-Festival bezeichnet. Man sei mit dem Verlauf der Veranstaltungsreihe, die als großes Kulturereignis in Nordhessen gilt, in diesem Jahr „mehr als zufrieden“. Die Serie von insgesamt 29 einzelnen Veranstaltungen sei auf ein außerordentlich starkes Interesse bei den Zuschauern gestoßen, erklärte die Organisatorin des Festivals Christiane Kohl in einer am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung im Namen der drei beteiligten Hotels. Es sind dies das Hotel Die Sonne Frankenberg, das Hotel Schloss Waldeck und das Landhaus Bärenmühle in Ellershausen, gemeinsam hatten sie das Festival im Jahr 2012 ins Leben gerufen.

Bei seiner vierten Ausgabe in diesem Jahr wurde das Festival von 21 Firmen und Institutionen aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg im Norden Hessens unterstützt. Diese Art Privatinitiative sei „einmalig in Deutschland“, erklärte Kohl: „Wir sind mit Sicherheit das einzige Literatur-Festival in der Republik, das fast ausschließlich aus privaten Mitteln von Einzel-Firmen finanziert wird“.

Als Betreiberin des Landhauses Bärenmühle in Ellershausen bei Bad Wildungen organisiert Christiane Kohl das Festival gemeinsam mit ihren Kollegen Susan Lorenz vom Hotel Die Sonne Frankenberg und Andreas Engelhoven vom Hotel Schloss Waldeck. „Wir sind glücklich über das lebhafte Interesse und über den begeisterten Zuspruch, den wir von vielen Besuchern erfahren haben“, erklärten alle drei unisono. „Fast alle Veranstaltungen waren ausverkauft, und mit etwa 2500 Zuschauern haben wir einen neuen Besucherrekord aufgestellt“. Die Besucherdichte habe bei „nahezu 100 Prozent“ gelegen, berichtete Kohl. Schon im Vorverkauf seien mehr als 91 Prozent der Karten verkauft gewesen, „der Rest ging dann zumeist an der Abendkasse weg“, so Kohl: „Wir haben das Gefühl, dass unser vielseitiges Angebot nicht nur die Menschen in unserer engeren Heimat erreicht, sondern allmählich auch eine Sogwirkung auf umliegende Zentren wie Marburg und Kassel und auf ganz Nordhessen ausübt. Außerdem waren wieder Gäste aus ganz Deutschland unter uns.“

„Der Literarische Frühling 2015 war ein Fest der magischen Momente“, heißt es weiter in der Erklärung. „Die mitreißenden Auftritte großer Schauspieler und die scharfsinnigen Bemerkungen großer Schriftsteller geben diesen Veranstaltungen ihr eigenes Gepräge – ebenso wie die Nähe zu den Lesern und Zuschauern sowie deren ungeteilte Aufmerksamkeit. Die eingeladenen Autoren und Darsteller bestätigen uns diese ganz besondere Atmosphäre. Viele von ihnen und auch viele der Besucher lernen unsere Region zum ersten Mal kennen und sind bezaubert.“

Beim „Literarischen Frühling“ 2015, der am Sonntagabend endete, waren in diesem Jahr neben den Schirmherren Mario Adorf und Friedrich Christian Delius wieder zahlreiche prominente Akteure zu Gast. So die Schauspieler Iris Berben, Udo Samel und Hanns Zischler. Sowie bekannte Schriftsteller wie Adriana Altaras, Axel Hacke, Nino Haratischwili, Thomas Hettche, Charles Lewinsky, Sibylle Lewitscharoff, Reiner Stach und Andreas Steinhöfel. Aber auch der ehemalige Außenminister Klaus Kinkel, der sich mit dem polnischen Professor Wlodzimierz Borodziej eine spannende Debatte über die Ukraine-Krise lieferte.

Einige der Autoren waren auch vor Schülern aufgetreten. „Die Zusammenarbeit mit den Schulen ist uns ein sehr wichtiges Anliegen“, erklärte dazu Christiane Kohl. „Wir wollen den jungen Menschen in unserer Region ein Beispiel dafür geben, dass es eine Alternative zum Billigkram der Medienindustrie gibt, nämlich erstklassige Literatur.“

Als „besonders erfolgreich“ bezeichnete Kohl die Reihe „Weltliteratur an authentischen Orten“, in deren Rahmen Schauspieler in passender Umgebung aus Klassikern wie den „Buddenbrooks“, dem „Simplicissimus“ oder dem „Radetzkymarsch“ vorlesen. Eine dieser Veranstaltungen fand diesmal in einem Kälberstall statt: Umringt von Kälbchen las der bekannte Theater-Schauspieler Udo Samel aus den Lebenserinnerungen von Johann Gottfried Seume, der durch seinen „Spaziergang nach Syrakus“ bekannt geworden war. Die Lesung strahlte eine besondere Authentizität aus, als es um Seumes Lebenserinnerungen ging. Denn nicht nur der Schriftsteller Seume (1763 – 1810), sondern auch ein einstiger Bewohner des Bauernhofes, auf dem die Lesung stattfand, war einst als „verkaufter Soldat“ vom Hessischen Landgrafen in den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg geschickt worden.

Anfragen, Rückfragen und Presseauskünfte:
Landhaus Bärenmühle GmbH, Christiane Kohl, Tel.
06455-759040 info@baerenmuehle.de

22.04.2015