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„Literarischer Frühling“ begann mit Wolfgang Büscher in Bad Arolsen

Eine Erzählung aus dem tiefen Inneren des Landes und dem deutschen Wald – gelungenes Vorspiel für das Literatur- Festival, das auf den November verschoben wurde

Mit einem Auftritt des bekannten Autors Wolfgang Büscher in Bad Arolsen ist am 4. September die Saison 2020 des „Literarischen Frühlings in der Heimat der Brüder Grimm“ eröffnet worden. Wegen der Corona-Krise war die zunächst schon im April geplante Veranstaltung verschoben worden und wurde zweimal hinter einander durchgeführt, sodass trotz größeren Abstands zwischen den Sitzen alle Besucher im Steinernen Saal des Residenzschlosses einen Platz fanden. „Die Begegnung mit einem der wichtigsten Künstler unserer Region war ein ganz besonderes Erlebnis und ein voller Erfolg“, erklärte die Autorin und Festival-Leiterin Christiane Kohl und betonte: „Dass dies trotz aller Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen möglich war, gibt uns die Zuversicht, dass auch das Hauptfestival in der Woche vom 6. bis 15. November ohne Abstriche über die Bühne gehen kann. Alle verkauften Karten behalten ihre Gültigkeit.“

Die Lesung mit Wolfgang Büscher aus seinem neuen Buch „Heimkehr“ wurde von den Veranstaltern, drei Hotels aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg, gewissermaßen als Vorspiel und Testfall betrachtet. Der „Literarische Frühling“ sollte in diesem Jahr ursprünglich zwischen dem 27. März und dem 5. April stattfinden, wurde aber wegen der Corona-Pandemie auf den Herbst verlegt. Das Programm, das unter anderem Auftritte von Mario Adorf, F. C. Delius, Rüdiger Safranski, Joachim Gauck, Andrea Sawatzki, Hubertus Mayer-Burckhardt, Mariana Leky; Ingo Schulze und Oliver Scherz vorsieht, konnte fast komplett auf den neuen Termin im November übertragen werden. „Wir hoffen sehr, dass alles wie geplant stattfinden kann“, erklärte Christiane Kohl. „Aber niemand kann in die Zukunft sehen, auch nicht in die nahe Zukunft. Wir müssen wie alle anderen Veranstalter auf Sicht navigieren und werden rechtzeitig mitteilen, was passiert.“

Die Lesung mit Wolfgang Büscher war in mehrfacher Hinsicht eine Premiere. Nicht nur war es die erste Veranstaltung des „Literarischen Frühlings“ in Bad Arolsen, sondern auch die erste öffentliche Vorstellung des neuen Werkes überhaupt vor großem Publikum in Deutschland. Das vorgestellte Buch „Heimkehr“ handelt von einer existentiellen Selbsterfahrung: Mehr als ein halbes Jahr lang lebte der Autor allein, ohne Strom und Wasser, im Wald, in einer Jagdhütte im Waldecker Land. Unter anderem erlebte er dabei den Fortgang des Waldsterbens und den Tod seiner Mutter. Zuvor war er durch Werke bekannt geworden, für die er unter anderem zu Fuß von Berlin nach Moskau, rund um Deutschland und von Nord nach Süd durch die USA gewandert war. Er hat auch mehrere wichtige Literaturpreise erhalten.

Wolfgang Büscher, der in Volksmarsen geboren und im Nachbarort Breuna aufgewachsen ist, gab im Gespräch mit dem Journalisten Klaus Brill einen Eindruck von seiner Arbeitsweise und seinen literarischen Absichten. Er sagte, er habe bei seinen Recherchen vielfältige Unterstützung erfahren, unter anderem vom zuständigen Förster und vom Eigentümer des Waldes, der Fürstlichen Familie zu Waldeck und Pyrmont. Dafür sei er sehr dankbar. Seine Lesungen aus dem Buch und seine Ausführungen wurden vom Publikum im Saal beide Mal mit lang anhaltendem Applaus quittiert.

Um den geltenden Hygiene-Regeln zu genügen, waren im Saal statt über 100 nur knapp 50 Stühle aufgestellt worden, sodass die Besucher hinreichend Abstand von einander halten konnten. Paare und Familien konnten bei einander sitzen. „In ähnlicher Weise werden wir auch im November bei den anderen VEranstaltungen vorgehen“, sagte die Festival-Leiterin Christiane Kohl. Außerdem sei geplant, einige Veranstaltungen in größere Säle zu verlegen, am Zeitplan des Festivals ändere sich aber vorerst nichts (siehe dazu den Spielplan). „Zusammen mit unseren Partnern werden wir mit aller Kraft versuchen, so viel Normalität als möglich zu erreichen – aber natürlich haben Gesundheit und Sicherheit den absoluten Vorrang.“ Deshalb werden alle Besucher gebeten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, Abstand zu halten und Vorsicht walten zu lassen. „In Bad Arolsen hat das hervorragend geklappt“, sagte Christiane Kohl. „Ich bin sicher, das wird auch im November so sein.“

Die bereits im Frühjahr verkauften Karten behalten ihre Gültigkeit. Wer Fragen zum weiteren Verfahren hat, kann sich auf der Website www.literarischer-fruehling.de informieren oder unter der E-Mail-Adresse kontakt@literarischer-fruehling.de nachfragen, im Ausnahmefall auch unter Telefon Nr. 06455 – 759040.
Der „Literarische Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“ wird seit 2012 von drei Hotels aus der Region Waldeck-Frankenberg veranstaltet – dem Hotel Die Sonne Frankenberg, dem Hotel Schloss Waldeck und dem Romantik Hotel Landhaus Bärenmühle in Ellershausen. Dabei werden die Hoteliers von mehr als 20 Firmen und Institutionen aus der Region unterstützt.

09.09.2020