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Die Autoren 2013

Adriana Altaras

Adriana Altaras (*1960, Zagreb) - die Regisseurin, Schauspielerin und Autorin ist für ihre berührenden und zugleich unterhaltsamen Theaterstücke bekannt. Sie arbeitete u.a. als Schauspielerin am Maxim-Gorki-Theater und an der Freien Volksbühne in Berlin sowie als Regisseurin am Berliner Ensemble und an der Neuköllner Oper. Sie spielte in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen wie „Alles auf Zucker“ von Dani Levy (2004) und „Stellungswechsel“ von Maggie Peren (2007). Adriana Altaras erhielt u.a. für „Das Mikroskop“ von Rudolph Thome den Deutschen Filmpreis (1988), und den Silbernen Bären für herausragende schauspielerische Leistungen im Film „Paradiso – Sieben Tage mit sieben Frauen“ von Rudolph Thome (2000).

Mit „Titos Brille. Die Geschichte meiner strapaziösen Familie“ erzählt Adriana Altaras ihre außergewöhnliche Familiengeschichte, deren Spur sich quer durch Europa und das bewegte 20. Jahrhundert zieht. Seit ihrem 10. Lebensjahr wuchs Adriana Altaras in Hessen auf, wo ihre Eltern sich stark für die dort ansässige jüdische Gemeinde engagierten.

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Adriana Altaras

Katharina Born

Katharina Born (*1973 Berlin) hat mit ihrem Debüt-Roman „Schlechte Gesellschaft“ ein vielbeachtetes Erstlingswerk vorgelegt. Sie wuchs auf im niedersächsischen Wendland, studierte Geschichte und Vergleichende Literaturwissenschaft in Brüssel, Washington D.C., Berlin und Paris. Sie besuchte die Berliner Journalistenschule und machte den MasterII „Politique Editorial“ in Paris, eine Ausbildung im Verlagswesen. Seit 1996 arbeitet Born als freie Journalistin mit Arbeitsaufenthalten unter anderem in Petersburg. In 2003 begann sie, das Nachlasswerk ihres Vaters Nicolas Born, der von 1937 bis 1979 gelebt hatte und durch den Roman „Die Fälschung“ bekannt wurde, herauszugeben. Aus ihrer Herausgeber-Tätigkeit, für die sie und ihr Vater (posthum) in 2007 mit dem Literatur-Preis Ruhr ausgezeichnet wurden, erwuchs der Wunsch, selbst einen Roman zu schreiben.

Katharina Born
© Peter-Andreas Hassiepen
© Peter-Andreas Hassiepen

Friedrich Christian Delius

Friedrich Christian Delius (*1943, Rom) wuchs als Sohn eines evangelischen Pfarrers in Wehrda bei Bad Hersfeld sowie in Korbach/Waldeck auf, wo er 1963 an der Alten Landessschule das Abitur machte. Nach dem Studium arbeitete Delius zunächst als Lektor im Wagenbach Verlag und später in dem von ihm mit gegründeten Rotbuch Verlag. Seit 1978 ist er ausschließlich als Schriftsteller tätig und wurde als kluger Beobachter der bundesdeutschen Geschichte bekannt. Zu den wichtigsten Romanen von F.C. Delius gehören „Adenauerplatz“ (1984), „Die Birnen von Ribbeck“ (1991), „Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde“ (1994) und „Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus“ (1995). Einige seiner Romane haben nordhessische Regionen zum Schauplatz, etwa „Mein Jahr als Mörder“(2004) sowie „Die Frau, für die ich den Computer erfand“(2009), die Geschichte des Computererfinders Konrad Zuse.

Eines seiner schönsten Bücher spielt während des Zweiten Weltkrieges in Rom, „Bildnis der Mutter als junge Frau“ (2006); zuletzt erschien „Als die Bücher noch geholfen haben“ (2011) von ihm, ein ebenso persönliches wie eindrucksvolles Zeugnis der jüngeren deutschen Geschichte. Delius wurde mit zahlreichen Literaturpreisen geehrt, darunter dem Georg-Büchner-Preis (2011) und dem Joseph- Breitbach-Preis (2007). Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Akademie der Künste Berlin. Der Schriftsteller lebt in Berlin und Rom.

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Friedrich Christian Delius
© A. Bachinger
© A. Bachinger

Thea Dorn

Thea Dorn (*1970 Offenbach) ist eine sehr vielseitige Schriftstellerin, Dramaturgin und Fernsehmoderatorin. Aufgewachsen in Frankfurt hatte sie nach einer Gesangsausbildung Philosophie und Theaterwissenschaft studiert und ihre Magisterarbeit zum Thema Selbsttäuschung geschrieben. Später arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität in Berlin und als Dramaturgin am Schauspielhaus Hannover. Ihr schriftstellerisches Debüt „Berliner Aufklärung“ erschien 1994 – ein Kriminalroman. Es folgten weitere Krimis wie „Die Hirnkönigin“, aber auch Sachbücher wie „Die neue F-Klasse“ mit Essays über den Feminismus und die Zukunftschancen von Frauen. Dorn schrieb Theaterstücke und das Drehbuch für einen Tatort-Krimi. Seit 2003 moderierte sie verschiedene Fernseh-Sendungen, so etwa den „Büchertalk“ im Südwestrundfunk (SWR), die Talkshow Paris-Berlin bei Arte und seit 2004 die SWR-Sendung „Literatur im Foyer“. Thea Dorn ist ein Künstlername, die studierte Philosophin hat ihn in Anspielung an den bekannten Philosophen Theodor W. Adorno gewählt.

Thea Dorn
© Kerstin Ehmer
© Kerstin Ehmer

Karen Duve

Karen Duve (*1961 Hamburg) ist Schriftstellerin und Autorin verschiedener Bestseller. Aufgewachsen im Hamburger Stadtteil Wandsbeck machte sie auf Wunsch ihrer Eltern zunächst eine Ausbildung zur Steuerinspektorin, die sie jedoch 1983 abbrach. Daraufhin verdingte sich Duve unter anderem 13 Jahre lang als Taxifahrerin. Erfahrungen aus dieser Zeit verarbeitete sie später in ihrem Bestseller-Roman „Taxi“. Seit 1990 arbeitet Duve als freiberufliche Schriftstellerin, ihre erste Erzählung „Im tiefen Schnee ein stilles Heim“ war 1995 erschienen. Zu ihren bekanntesten Werken gehören neben „Taxi“ (2008) der „Regenroman“ (1999), „Dies ist kein Liebeslied“ (2002) und das Buch „Anständig Essen“ (2011), in dem Duve ihren Selbstversuch beschreibt, verschiedene Ernährungsformen auszuprobieren.. So etwa biologisch, vegetarisch oder auch vegan. Über die Recherchen zu dem Buch wurde Duve zur Vegetarierin und engagierten Tierschützerin, heute lebt sie auf einem Hof in Brandenburg. Duve erhielt zahlreiche Preise für ihre Werke, darunter den Bettina-von-Arnim-Preis (1995) und den Friedrich-Hebbel-Preis (2004); sie gehört dem wissenschaftlichen Beirat der religionskritischen Giordano Bruno Gesellschaft an.

Karen Duve
© Thomas Müller
© Thomas Müller

Durs Grünbein

Durs Grünbein (* 1962, Dresden) gilt als einer der bedeutendsten Lyriker im deutschen Sprachraum. Aufgewachsen in Dresden studierte Grünbein zunächst an der Berliner Humboldt-Universität Theaterwissenschaften. Seit 1987 arbeitet er als freiberuflicher Dichter, Übersetzer und Essayist. Zu DDR-Zeiten schrieb er für Zeitschriften, veröffentlichte Aufsätze in Ausstellungskatalogen und gestaltete Performances mit Aktionskünstlern. Nach der Wende führten ihn Reisen durch Europa, nach Südostasien und in die Vereinigten Staaten. Er war Gast der German Departments der New York University, des Dartmouth College, der Villa Aurora in Los Angelos und Stipendiat der Villa Massimo in Rom.

Seinen ersten Gedichtband „Grauzone Morgens“ veröffentlichte Grünbein 1988, es folgten „Schädelbasislektion“ (1991) und „Falten und Fallen“ (1994). Inzwischen liegen etwa 30 Bücher von Grünbein vor, von denen viele in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Grünbein ist ein wahrer Meister der Metaphern. An Preisen und Auszeichnungen erhielt der Lyriker für sein Werk unter anderem den Peter-Huchel-Preis, den Georg-Büchner-Preis, den Friedrich-Nietzsche-Preis und den schwedischen Tomas-Tanströmer-Preis. Seit 2005 Professor für Poetik an der Universität Düsseldorf hielt er im Wintersemester 2009/2010 die Frankfurter Poetik-Vorlesungen zum Thema „Vom Stellenwert der Worte“.

Durs Grünbein
© Jürgen Bauer
© Jürgen Bauer

Laura Karasek

Laura Karasek (*1982, Hamburg) wuchs als Tochter des Literaturkritikers Hellmuth Karasek in einer Welt der Bücher auf. Nach Schulaufenthalten in London und Paris studierte sie Jura in Berlin. Schon als Kind verfasste sie gern Klappentexte, während des Jura-Referendariats begann sie, das Buch „Verspielte Jahre“ zu schreiben. Der viel beachtete Debut-Roman, hat das Zeug, ein Kultbuch der jungen Generation zu werden. Karasek ist seit 2011 Rechtsanwältin und lebt in Frankfurt.

Laura Karasek

Bodo Kirchhoff

Bodo Kirchhoff (*1948 Hamburg) ist als Schriftsteller bekannt für seine detailgenauen Beschreibungen, die in ihrer scharfzüngigen Wortwahl zuweilen auch als drastisch empfunden wurden. In Hamburg als Sohn einer Schauspielerin und eines Unternehmers geboren, wuchs Kirchhoff im Schwarzwald auf und verbrachte nach der Trennung seiner Eltern einen Großteil der Schulzeit im Internat. Er studierte Pädagogik in Frankfurt und schrieb Reportagen für die Kult-Zeitschrift TransAtlantik. Sein Debüt-Stück als Schriftsteller erschien 1979: „Ohne Eifer, ohne Zorn“, die schonungslose Selbstbespiegelung eines Bodybuilders. Eines seiner bekanntesten Bücher ist „Infanta“, eine Liebesgeschichte auf einer vom Bürgerkrieg geschüttelten Insel in Äquatornähe, die 1990 erschien und in zwölf Sprachen übersetzt wurde. Neben zahlreichen Büchern hat Kirchhoff auch viele Drehbücher für Fernsehfilme geschrieben, so etwa für die Krimi-Reihe „Die Kommissarin“ mit Hannelore Elsner. Kirchhoff lebt in Frankfurt/Main und am Gardasee. Aufsehen erregte Kirchhoff in 2010, als er in einem Essay für den Spiegel berichtete, wie er während der Internatszeit sexuell missbraucht worden war.

Bodo Kirchhoff

Christine Lieberknecht

Christine Lieberknecht (* 1958 Weimar) war Pfarrerin, bevor sie nach der DDR-Wende in die Politik ging. Seit 2009 ist sie Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen. Aufgewachsen in einem Pfarrhaushalt im Weimarer Land studierte Lieberknecht Theologie in Jena und trat bereits zu DDR-Zeiten 1981 in die Ost-CDU ein. Im September 1989 gehörte sie zu den Autoren des „Weimarer Briefes“, in welchem die Spitzen der Blockpartei CDU aufgefordert wurden, das Bündnis mit der SED aufzukündigen. Im Spätherbst 1989 wurde sie in den Parteivorstand der erneuerten ostdeutschen CDU gewählt. Im ersten freigewählten Thüringer Kabinett war Lieberknecht 1990 Kultusministerin, trat dann jedoch aus Protest gegen mögliche Stasi-Verwicklungen des damaligen Ministerpräsidenten Josef Duchac (CDU) zurück und löste damit dessen Sturz aus. Anfang der 90er Jahre war sie Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten im Kabinett von Bernhard Vogel (CDU), wurde später Landtagspräsidentin und schließlich -nach dem Rücktritt des CDU-Politikers Dieter Althaus - im Herbst 2009 zur Ministerpräsidentin gewählt.

Hubertus Meyer-Burckhardt

Hubertus Meyer-Burckhardt (*1956, Kassel) studierte Geschichte und Philosophie in Berlin und Hamburg und danach an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Von 1986 bis 1987 arbeitete er als Produzent für die neue deutsche Filmgesellschaft (ndF). 1988 wechselte er als Creative Director, Head of TV und Mitglied der Geschäftsleitung zur Agentur BBDO nach Düsseldorf. 1993 gründete er gemeinsam mit der ndF die Akzente Film- und Fernsehproduktion in München. 1999 wurde er Vorsitzender der Geschäftsführung der Multimedia Hamburg, bis Juni 2004 war Hubertus Meyer-Burckhardt Vorstand Elektronische Medien bei der Axel Springer AG. In dieser Zeit produzierte er Filme wie „Tödliches Vertrauen“ sowie das preisgekrönte Werk „Mein letzter Film“ mit Hannelore Elsner. Ab Juli 2004 verantwortete Hubertus Meyer-Burckhardt als Vorstandsmitglied der ProSiebenSat.1 Media AG den Bereich Corporate Development. Im Oktober 2004 übernahm er zusätzlich den Bereich Medienpolitik und Regulierung.

Seit November 2005 ist er Dozent an der Hamburg Media School und Bereichsleiter für das Fach Produktion und seit Juni 2006 Vorsitzender Geschäftsführer der Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft mbH in Hamburg, die für alle großen Programmstationen zuschauerwirksame und künstlerisch anspruchsvolle Produktionen realisiert.

Seit 2008 ist er wieder Gastgeber der NDR Talk Show, diesmal an der Seite von Barbara Schöneberger.

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Hubertus Meyer-Burckhardt
© Gerald von Foris
© Gerald von Foris

Katerina Poladjan

Katerina Poladjan (*1971, Moskau) – die Schauspielerin und Autorin arbeitete nach ihrem Schauspielstudium unter anderem in München am Residenztheater, in Hamburg an den Kammerspielen, am Hamburger Schauspielhaus und auf Kampnagel, in Berlin am Deutschen Theater, an der Schaubühne, am Theater Hebbel am Ufer und war zuletzt mit dem Solo "die Karenina - was soll man denn tun" im Ballhaus Ost zu sehen. Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin schloss sie ein Studium der Angewandten Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Philosophie und zeitgenössische Kunst in Lüneburg ab und schreibt seit 1999 Prosa und Theaterstücke, die mehrfach aufgeführt wurden. Für die Arbeit an ihrem Roman “Die Bergsteigerin” erhielt sie 2003 ein Stipendium der Neuen Gesellschaft für Literatur in Berlin. 2006 erschien ein Fragment aus “Die Bergsteigerin” in der Anthologie “Hamburger Ziegel - Jahrbuch für Literatur”. 2008 gewann sie mit dem Text „Dann laufen wir“ im Literaturhaus Hamburg den ersten Preis in der Reihe „Perlen vor die Säue“. 2011 erschien ihr Romandebüt „In einer Nacht, woanders“ (Rowohlt.Berlin). Katerina Poladjan lebt und arbeitet in Berlin.

Katerina Poladjan

Heinz Rölleke

Heinz Rölleke (*1936 Düsseldorf) ist einer der bekanntesten Grimm-Forscher in Deutschland. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher über die Brüder Grimm und gab ihre Briefwechsel heraus. Nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte in Köln und Zürich promovierte Rölleke 1965 über den literarischen Expressionismus. 1971 habilitierte er sich in den Fächern Deutsche Philologie und Volkskunde mit einer historisch-kritischen Edition von „Des Knaben Wunderhorn“. In der Folgezeit lehrte er an den Universitäten Düsseldorf, Cincinnati und Trier, bis er von 1974 an bis zu seiner Emeritierung in 2001 Professor für Deutsche Philologie und Volkskunde an der Bergischen Universität Wuppertal war. Rölleke veröffentlichte über 70 Bücher, darunter zahlreiche Märchen- und Sagen-Editionen. Zuletzt erschien „Es war einmal. Die wahren Märchen der Brüder Grimm“ , ein Sachbuch mit Bildern des Künstlers und Kalligrafen Albert Schindehütte.

Heinz Rölleke
© Andreas Fischer
© Andreas Fischer

Denis Scheck

Denis Scheck (*1964, Stuttgart) studierte Zeitgeschichte, Politik und Literaturwissenschaft in Tübingen, Düsseldorf und Dallas, arbeitete als literarischer Übersetzer und Agent ist heute Literaturredakteur im Deutschlandfunk sowie seit 2003 Moderator der ARD-Sendung „Druckfrisch“ in Köln. Mit seinem Buch „Sie & Er. Der kleine Unterschied beim Essen und Trinken“, das er zusammen mit Eva Gritzmann verfasste, war er zu Gast beim Literarischen Frühling 2012.

Stephan Thome

Stephan Thome (*1972 Biedenkopf) ist Schriftsteller und Philosoph. Aufgewachsen im nordhessischen Biedenkopf wurde Thome durch seinen 2009 für den deutschen Buchpreis nominierten Erstlingsroman „Grenzgang“ gleichsam über Nacht bekannt. Thome studierte Philosophie, Religionswissenschaft und Sinologie an der Freien Universität Berlin, seine Studien führten ihn nach China, Taiwan und Japan. Seine Dissertation über „Die Herausforderung des Fremden“ veröffentlichte er unter seinem bürgerlichen Namen Thomas Schmidt, später legte er sich den Künstlernamen Thome zu. Von 2005 bis 2011 lebte der Autor in Taipeh, wo er über die konfuzianische Philosophie des 20. Jahrhunderts arbeitete.

Stephan Thome
© Heike Steinweg
© Heike Steinweg

Martin Walser

Martin Walser (*1927 Wasserburg) ist einer der ganz großen Schriftsteller in Deutschland. Er hat zahlreiche international bedeutsame Romane veröffentlicht, meldet sich häufig im politischen Diskurs zu Wort und gilt seit einem halben Jahrhundert als der Erzähler und Interpret deutscher Befindlichkeiten. Ein immer wieder kehrendes Motiv in Walsers Büchern sind Menschen, die nach außen hin nicht als Helden wirken, doch in inneren Konflikten Größe gewinnen. Walser wuchs in ländlichen Verhältnissen auf, seine Eltern betrieben eine Kohlenhandlung mit kleiner Gastwirtschaft. Im Zweiten Weltkrieg wurde er mit 17 als Flakhelfer eingezogen und kam zur Wehrmacht. Nach dem Krieg machte er sein Abitur, studierte Literaturwissenschaft, Geschichte und Philosophie und promovierte mit einer Arbeit über Franz Kafka. Später arbeitete er beim Rundfunk und begann Hörspiele zu schreiben, sein erster Roman „Ehen in Philippsburg“ (1957) wurde gleich ein großer Erfolg. Walser engagierte sich gegen den Vietnam-Krieg und für die deutsche Wiedervereinigung; heftige Debatten löste er 1998 mit seiner Rede über die „Instrumentalisierung des Holocaust“ aus. Zu den zahlreichen Auszeichnungen, mit denen Walser geehrt wurde, gehören der Preis der Gruppe 47 (1955), der Gerhart-Hauptmann-Preis (1962), der Georg-Büchner-Preis (1981) der „Pour le mérite für Wissenschaft und Künste“ und der Friedenspreis des deutschen Buchhandels (1998). Zu seinen bekanntesten Büchern zählen die Novelle „Das fliehende Pferd“, das autobiografische Buch „Ein springender Brunnen“ sowie der Roman „Die Brandung“ . In Hessen spielt Walsers Buch „Finks Krieg“, in dem es um einen Beamten der Landesregierung geht.

Martin Walser
© Philippe Matsas - Opale
© Philippe Matsas - Opale